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Kirchenkonzert

Bereits zum zweiten Mal begrüßte der Musikverein Burgstetten seine Gäste in einer völlig anderen Atmosphäre: In der katholischen Kirche St. Joseph in Burgstall. Nicht nur die besondere Akustik des Kirchenraumes gab dem Konzert einen besinnlichen Charakter, auch die Auswahl der Musikstücke.

So begann die Jugendgruppe unter der Leitung von Helmut Pietsch mit "Laudato si", einem beliebten und bekannten Gottesdienstlied, welches auf dem italienischen Sonnengesang des Franz von Assisi fußt. Nachdem sich das erste Lampenfieber der jungen Musikerinnen und Musiker gelegt hatte - für einige war es der erste Auftritt - folgte das Stück "I will follow him", welches den vielen Zuhörern sicherlich aus dem Film "Sister Act" bekannt war.

Weiter ging es mit der Jugendkapelle und ihrem Dirigenten Harald Brühmann mit "Fanfare Esprit", einem spannenden und energiegeladenen Eröffnungswerk von Douglas Court. Mit dem Musikstück "Tempest Rising", was wörtlich übersetzt "Wachsender Sturm" bedeutet, beschreibt der Komponist Shaffer musikalisch den herannahenden Sturm mit all seiner Wut, einen Moment der Ruhe - sozusagen das Luftholen des Sturms - und der Rückkehr zur Heftigkeit der letzten Momente.

Mit "Concert Fanfare" von Kees Vlak eröffnete das Blasorchester unter der Leitung von Bernd Vorholt den nächsten Teil des Konzertes. Gefolgt von "Intermezzo Sinfonico" aus der Oper "Cavalleria rustica", einer Opernszene, in welchem das Orchester den Osterfrieden der frommen Kirchgänger symbolisiert.

Es folgte das "Doppelkonzert" für 2 Trompeten und Orchester von Antonio Vivaldi, gekonnt dargeboten von den Solisten bzw. "hochangesehenen Beamten" Harald Brühmann und Stefan Schwaderer. Von Moderator Jochen Elzmann, der gekonnt und wortgewand durchs Programm führte, erfuhren die Zuhörer, dass Trompeter bis in die Barockzeit als hoch angesehene Beamte galten, denen es nur zu hohen kirchlichen Festen erlaubt war, mit anderen Musikern zusammen zu anderen Zwecken zu spielen.

Mit dem nächsten Stück "Choral and Rock-Out" schaffte es der Komponist van Lijnschoolen kirchliche und moderne Komponenten perfekt in Einklang zu bringen.

Das "Ave Maria" von Bach/Gournod ist wohl eines der bekanntesten Stücke der klassischen Musik. Das Werk basiert auf dem Präludium Nr. 1 in C-Dur aus J.S. Bachs Wohltemperiertem Klavier und wurde von dem französischen Komponisten Gounod weitgehend unverändert übernommen und mit dem lateinischen Gebet Ave Maria unterlegt. Zum Mitsummen verleitet, wurde die bekannte Melodie vom Solisten Manuel Schwaderer am Tenorhorn sehr gefühlvoll vorgetragen.

Mit der Ballade "Nothing Else Matters", eines der bekanntesten Lieder von Metallica, wurde es in der Kirche nun etwas rockiger. Zum Abschluss des Konzertes ging es mit der "Toccata in D-Moll" von Johann Sebastian Bach wieder zurück zur Klassik, durch die Bearbeitung für Orchester von Ray Farr und Kevin Lamb jedoch schwung - und temperamentvoll.

Die begeisterten Zuhörer entließen das Orchester erst nach den Zugaben "Chariots of Fire" vom Komponisten Vangelis mit Anika Wentsch am elektr. Klavier, sowie der beliebten Dudelsackmelodie "Highland Cathedral", die von U. Roever und M. Korb 1982 anlässlich der Highland Games in Deutschland komponiert wurde. Man konnte die Weite und die Magie der Schottischen Highlands förmlich spüren.

Vorstand Klaus Schwaderer bedankte sich ganz herzlich bei Herrn Pfarrer Günther für die Gastfreundschaft.

Beim anschließenden Imbiss auf dem Kirchenvorplatz ließ sich der besinnliche Abend gemütlich ausklingen.

 
 
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