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Open Air-Konzert

Eine Premiere hatten die Verantwortlichen des Musikvereins Burgstetten gewagt - es war ein Wagnis in doppelter Hinsicht: Würde ein Open-Air-Konzert beim Publikum ankommen und würde dann auch noch das Wetter halten? Aber den MVB'lern war das Glück hold: Rund 200 Zuhörer kamen und konnten in lauschiger Atmosphäre unter dem Kastanienbaum im Kirschenhardthof ein Konzert mit allerlei musikalischen Leckerbissen genießen. Dirigent Bernd Vorholt hatte mit
seinen Musikern ein abwechslungsreiches Programm aus sinfonischer, moderner und traditioneller Blasmusik zusammengestellt, das souverän von Adolf Boxler moderiert wurde.
 
  Mit der Celebration Fanfare eröffnete das Blasorchester   sein Konzert - einem wahrhaft imposanten Werk von   Bertrand Moren, bevor es mit der Ouvertüre zur   gleichnamigen Operette Frühlingsluft weiterging.   Anschließend wurde insbesondere dem Tenorregister   gute Musikalität und Höhe abverlangt - das Tenorsolo im   Graf Zeppelin-Marsch ist bei den Musikern gefürchtet.   Mit einem bombastischen und sehr rhythmischen Stück   ging es weiter: Flashing Winds stand auf dem Programm.
Vor der Pause glänzte Daniel Krüger als Solist im Leroy Anderson Portrait an der Standuhr - der MVB ist für seine Kreativität und Überraschungen bekannt.
 
In der Rock-Ouvertüre Open Air von Luigi di Ghisallo waren eine rhythmussichere Schlagzeuggruppe, starkes Blech und ein guter E-Bass gefordert - kein Problem für Dirigent Bernd Vorholt, denn sämtliche Instrumente sind von Musikern besetzt. Michael Turina und Verena
Pfeiffer an den Saxophonen begeisterten anschließend
mit dem Filmsong Up Where We Belong aus dem
Kinohit Ein Offizier und Gentleman. Quando, Quando, Quando: Wer denkt da nicht an einen zauberhaften
Urlaub in Bella Italia...? So kam dann bei den doch recht unterkühlten Temperaturen im Kirschenhardthof noch so richtige Urlaubsstimmung auf. Mit vielen Effektinstrumenten ließ das Blasorchester das pulsierende Leben der französischen Metropole Paris wach werden; für die Komposition Ein Amerikaner in Paris hatte George Gershwin sogar originale Hupen von Pariser Taxen mit nach New York genommen und in sein Werk eingebaut. Solisten in diesem Stück waren Daniel Krüger und Bjarne Wahl. Das abschließende Stück im Programm war Nessaja, ein Song aus dem Musical Tabaluga von Peter Maffay. Auch hier sorgte das Blasorchester für eine Überraschung, denn stilecht in Lederkluft kam Helmut Pietsch auf dem Motorrad angefahren und glänzte als Gesangssolist.
 
  Natürlich kamen Bernd Vorholt und sein Blasorchester   nicht ohne Zugaben aus: so brachten sie noch die Polka   Unter Donner und Blitz sowie den Evening Song mit den   Trompetensolisten Klaus Hönig, Harald Brühmann und   Stefan Schwaderer zu Gehör. Großer Dank gebührt den   zahllosen Helfern vor und hinter den Kulissen, sei es bei   der Verköstigung der Zuhörer oder beim Auf- und   Abbau - ohne die vielen fleißigen Hände wäre so ein   Event nicht zu schultern.
 
 
 
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